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 Betreff des Beitrags: Trägheitsausgelöste Kettenbremse
BeitragVerfasst: Freitag 27. April 2012, 22:34 
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Registriert: Freitag 30. Januar 2009, 22:05
Beiträge: 329
Wohnort: im schönen Sachsen
Moin Gemeinde
hab heute die ersten Stunden meines Modul 5-Lehrganges absolviert. :wut:
Geht gar nicht.Einhandkettensägen waren noch das Harmloseste.
Jetzt meine eigentliche Frage:seit wann müssen Motorsägen trägheitsausgelöste Kettenbremsen haben??Gibts da evtl.noch Bestandsschutz??
Lt. Ausbilder gibts sowas nur gegen Aufpreis.Da ich den ganzen Abend nur rumgemotzt hab muss ich nun gerichtsfeste Beweise liefern,ich hoffe Ihr helft mir :danke:
Prost Lutze

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BeitragVerfasst: Freitag 27. April 2012, 23:42 
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Registriert: Montag 21. Februar 2011, 23:17
Beiträge: 103
Wohnort: Ammerland
Hallo,
vielleicht sollte der Ausbilder sich mal schlau machen. Die Kettenbremse einer Motorsäge ist grundsätzlich trägheitsauslösend und wird deshalb vom kwf oder dlg auch so getestet. Die Säge wird auf einem Schlitten bei voller Drehzahl mit dem Kickbackbereich gegen Holz gefahren und es wird gemessen, welchen Winkel die Säge nach oben schlägt, bis die Kette steht. Kannst Du zum Beispiel für die 026 hier http://www.dlg-test.de/pbdocs/4935.pdf unter Kettenbremse finden. Bei allen anderen ebenso. Hier bei der alten 020T http://www.stihlusa.com/stihl_ownersmanuals/STIHL020T_with_safety_manual.pdf auf Seite 23, Stichwort inertia. Es gab eine Übergangsfrist für Motorsägen ohne Kettenbremse bis 1978. Warum machst Du denn das Modul 5, bist Du bei der Gemeinde?

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Grüße vom Blaukittel aus dem Ammerland


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BeitragVerfasst: Samstag 28. April 2012, 00:57 
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Registriert: Freitag 4. Januar 2008, 13:40
Beiträge: 9344
Die Kettenbremse wird bei einem Kickback durch die Masseträgheit des Griffes (den du beim einlegen der Kettenbremse betätigst) ausgelöst.
Das Ganze natürlich nur, bei intakter Bremse bzw. ganzem und unbeschädigtem Griff. ;)

Gruß Andreas

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Bild.........was denn sonst !!! :schreck:
:dolmar: CT :dolmar: PS 9010 :dolmar: PS 7900 :dolmar: PS 5105 :dolmar: PS 32c
Und noch ganz viel andere :dolmar: ;)


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BeitragVerfasst: Samstag 28. April 2012, 09:03 
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Registriert: Sonntag 27. Januar 2008, 23:06
Beiträge: 671
Wohnort: Schleswig/Jahrgang 1970
Tagchen Lutze!

Schreib der "kwf-e.V." doch mal eine PN.
Die müssten dir doch was sagen können!

Wozu haben wir hier den sonst so fachkundige Mitglieder! ;)

Gruß Michael :wink:

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das bekomm ich schon hin!
und sägen hab ich auch :-)

Husqvarna 353
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BeitragVerfasst: Samstag 28. April 2012, 13:47 
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Registriert: Samstag 21. August 2010, 16:13
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Wohnort: Berlin/Brandenburg
Was soll der ihm den anderes antworten?
http://www.stihl.de/quickstop-super.aspx
Da steht doch alles, 20 Sekunden in Google gesucht. :roll:

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BeitragVerfasst: Sonntag 29. April 2012, 13:13 
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Registriert: Sonntag 25. September 2005, 10:19
Beiträge: 6265
Wohnort: Iserlohn
@Sinawali du hast den Link zum 3. Weg die Bremse aus zu lösen :mrgreen:
Bisher hatten wir erst die anderen beiden auf dem Plan.

Oh das geht ja schon in historische Dimensionen.

Die erste Dolmar CA, die wir 1967 bekamen hatte keine Bremse und mit AV war auch nicht viel.
Dann verlangte etwa 1980 die landw.BG Kettenbremsen. Die ersten Sägen hatten noch keine trägheitsauslösenden Bremsen. Die konnten nur aufgrund der "Hebel" ausgelöst werden.
Etwa 1990 waren dann die trägheitsauslösenden Bremsen an den Motorsägen vorhanden.

Einzelne Hersteller haben/hatten darüber hinaus noch eine dritte Möglichkeit die Kettenbremse auszulösen. Bei Stihl gab es einzelne Modelle schon mal vor etwa 15 Jahren. Aktuell sind mir Husqvarna und Stihl mit dem 3.Hebel bekannt. Stihl ist ja schon verlinkt - hier Husqvarna:
http://www.husqvarna.com/de/forest/prod ... triobrake/
Hier noch im Film: http://www.youtube.com/watch?v=MzdgMp3vOpM

Leider kann ich nicht mit gerichtsfesten Daten dienen. ;) Aber vielleicht helfen ja auch diese Infos.

MfG Hainbuche

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BeitragVerfasst: Sonntag 29. April 2012, 14:00 
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Registriert: Freitag 30. Januar 2009, 22:05
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Wohnort: im schönen Sachsen
Moin
naja gerichtsfest ist mal bissel übertrieben,aber im Groben möchte ich schon wissen seit wann die Bremse auch über Trägheit auslösen muss.
Prost Lutze

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BeitragVerfasst: Sonntag 29. April 2012, 15:22 
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Dass die Bremse über Massenträgheit auslöst ist ja der Sinn des Ganzen :roll:


Gruß


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BeitragVerfasst: Sonntag 29. April 2012, 16:25 
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Die ersten Kettenbremsen die ich kenne waren die Trennkupplungen von Stihl und die lösten nur über den Handschutz aus, genauso wie die ersten Bremsen der Husqvarna mit dem Rohrbügel.

Mittlerweile gibt es keine Säge mehr die nicht auch über die Masseträgheit des vorderen Handschutz auslöst. Wenn ich das richtig weiß gibt es das seit Mitte der 1980er.

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Gruß Guido
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Diverse Geräte zum Krach machen sind vorhanden :mrgreen:

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BeitragVerfasst: Sonntag 29. April 2012, 18:39 
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Kann sein das das nicht bei allen Baujahren die gleichen Bremsen drin sind.
Ich kenne noch eine Dolmar 133, die nicht per Massenträgheit die Bremse auslöst. Kann mich irren, aber vom Aufbau der Bremse war das auch nicht so vorgesehen.

Ich vermute weiter, das die Oldie-Sägen, die auch noch ohne Bremsen unterwegs waren aber mit Bremse nachrüstbar sind, in der gebremsten Version auch nicht per Massenträgheit auslösen.

MfG Hainbuche

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BeitragVerfasst: Sonntag 29. April 2012, 20:49 
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Beiträge: 10690
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Alle frühen Kettenbremsen werden auch durch ihre Trägheit ausgelöst - war vielleicht nicht so geplant, ist aber in Übereinstimmung gewisser physikalischer Gegebenheiten nicht zu vermeiden. Obwohl bei manchen Konstruktionen wahnsinnige Beschleunigungswerte notwendig gewesen wären. Hatte mal eine Shingu, deren Kettenbremse nur mit einem größeren Schonhammer ausgelöst werden konnte.

Gezielt auch auf Trägheitsauslösung ausgelegte Kontruktionen gibt es wohl seit Anfang bis Mitte der 80er Jahre. Könnte man vielleicht anhand von Werbeschriften nachvollziehen...


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BeitragVerfasst: Montag 30. April 2012, 09:31 
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Man kann's ganz einfach prüfen: ausgeschaltete (!) Säge ein Meter über dichtes Moos halten und fallen lassen. Dabei löst die Bremse aus. Der Boden muss aber weich sein, sonst nix gut für die Säge.

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BeitragVerfasst: Montag 30. April 2012, 10:02 
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man muss die Säge nicht fallen lassen, es reicht die Säge nur an der Schienenspitze auf Holz fallen zu lassen. Das hat mir mein Händler damals bei der MS 211 vorgeführt, und ich meine dass es in der Bedienungsanleitung auch steht (echte Kerle lesen sowas nicht)...
Wenn Dreck drin ist oder irgendwas schwergängig, dann wird sie nicht auslösen. Ich wette das ist bei den meisten immer PSA-trägern hier der Fall :pfeifen:
Max

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Defekt.


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BeitragVerfasst: Montag 30. April 2012, 11:01 
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Beiträge: 1423
Wohnort: 35jähriger Niederbayer
Frühere Sägen lösen auch bei Trägheit aus. Allerdings ist bei den meisten Modellen schon ein deutlich stärkerer Schlag oder Kickback notwendig.
Gutes Beispiel: Dolmar 120si - 6800i
An sich baugleiche Sägen allerdings wir die 6800i schon mit trägheitsauslösender Bremse beworben. Der Kettenbremsbügel ist etwas anders als bei der 120si.

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Gruß
Uli

:jonsered: GT32, 361, 490, 2 x 520SP, 2x 535, 2051cw, 2152W, 3 x 630, 2083, 820
Dazu ein paar Teileträger
:Husky: 232R Freischneider


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BeitragVerfasst: Montag 30. April 2012, 11:45 
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sinawali hat geschrieben:
Was soll der ihm den anderes antworten?
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Da steht doch alles, 20 Sekunden in Google gesucht. :roll:


Wir haben nichts hinzuzufügen :)

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Peter H. schreibt für das Kuratorium für Waldarbeit & Forsttechnik (KWF) über Forsttechnik, Prüfergebnisse & Messen.
http://www.kwf-online.de, http://www.kwf-tagung.de

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BeitragVerfasst: Montag 30. April 2012, 19:44 
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Vielleicht kann ja das jemand besser als ich verstehen:
http://www.stihlusa.com/stihl_ownersman ... anual2.pdf
Inhaltsverzeichnis: Seite 22 = PDF-Seite 24 ==> Brake

Hier 028 mit BDA aus 1985:
http://www.stihlusa.com/stihl_ownersman ... manual.pdf
Seite 29 = PDF-Seite 31:
Massenträgheit oder Bremshebel können die Bremse auslösen.

MfG Hainbuche

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BeitragVerfasst: Dienstag 1. Mai 2012, 00:43 
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Auf die Frage nach der Trägheitsauslösung entgegnete unser Kursleiter ebenso: "Naja, dafür ist der Handschutz, wenn man da dran kommt löst die kettenbremse aus!"

Mit Massenträgheit aufgrund von Beschleunigung und Gewicht des Handschutzes wollte ich ihn dann nimmer konfrontieren.

Soweit die Ausbilder...


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BeitragVerfasst: Dienstag 1. Mai 2012, 01:01 
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Wohnort: Gernlinden, die Perle in Oberbayern
Ich zeige in den Kursen immer wie diese trägheitskettenbremse auslöst, anhand der 5105 ;)

_________________
Gruß
Peter

Dolmar 500(38), 5105H(38), PS 7900(50)(2x), Solo 681 (50), Solo 694 (60), Husqvarna 3120XP (90), Dolmar ES 2040 A(40), Efco 2600MT(30)
Sachs Dolmar 118, 123, 133, 143, 152, 153(2x), 166(4x), CA, CT, CC, CL, MC Culloch 15, 250, 300, 380, 740L, 795, 1-51, 1-72(2x), 1-86 gear drive, CP125(2x), SP125, SP125C, Pro Mac 6800, Stihl 041, 076AV, Solo Rex

Im Falle seines Falles erschlägt ein Baum dann alles!


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BeitragVerfasst: Dienstag 1. Mai 2012, 07:30 
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So, hab noch mal ein wenig gesucht.
Alle Sägen, die eine KWF- oder eine DLG-Prüfung bestanden haben, sollten seit mindestens 15 Jahren massenträgheitsauslösende Kettenbremsen haben.

Das sollte hieraus:
http://www.dlg-test.de/pbdocs/4612.pdf
hervorgehen. Siehe Seite 5 des Prüfberichtes.

Bei neueren Prüfungen werden sogar die Daten diesbezüglich gemessen:
http://www.kwf-online.de/deutsch/pruef/ ... 242_09.pdf

MfG Hainbuche

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BeitragVerfasst: Dienstag 1. Mai 2012, 09:28 
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Uli bringt es für Dolmar auf den Punkt. Der Übergang Dolmar 120si zur ps6800. Sägen sind bis auf Haube, Ölpumpe und BREMSE identisch. Die der 6800 ist wirklich in der Lage, "Trägheits"-Auszulösen. Umgekehrt heisst das aber auch, dass 120si und ALLES davor (114, 119, 133) nicht wirklich dafür vorgesehen ist. Die nötige Beschleunigung liegt weit über der, die für den Säger bereits extrem gefährlich werden kann :?

Ist immer bei ebay mein Lieblinsspruch, genügt allen heutigen Sicherheitsbestimmungen (nur weil sie ne "Bremse" hat).

Dolmar hat sowas nicht unbedingt freiwillig gemacht, die hatten im Vgl zu Waiblingen immer weniger Luft für "Extras".
Denke der Gesetztesübergang muss dann wirklich ziemlich genau um 1986-1988 gewesen sein :oops:


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